Workshop Obstbaumschnitt

Unser Mitglied Klaus Dietrich zeigt, wie man den Obstbaum richtig schneidet

Gartenbauexperte und NABU-Mitglied Klaus Dietrich lud an einem Samstagvormittag auf einem Grundstück unweit des Häuser Wegs zu einem Obstbaumschnitt-Workshop ein.

Rund 20 Personen verfolgten interessiert wie der Experte, der zunächst eine Einführung in die

Historie der ökologisch und für den Naturschutz bedeutenden Streuobstwiesen gab, dem Obstgehölz mit fachgerechten Frühjahrsschnitt von zu vielen Holztrieben befreite. An einem größeren Zweig machte er zunächst deutlich wie junge Bäume in den ersten Jahren einen Erziehungsschnitt zum Aufbau des richtigen Kronengerüsts verpasst bekommen. Dann ging Obstbaumexperte Dietrich zu einem 30 Jahre alten Boskop-Apfelbaum, legte mit Baumschere und Astsäge fachmännisch Hand an, kürzte Altholz ein und schnitt überflüssige Holztriebe zurück damit Knospen aufweisende Fruchttriebe mehr Platz haben. Er verpasste der alten Apfelsorte eine frühlingshafte und Früchte fördernde „Baumfriseur“, denn der Saft des Baums soll im heran eilenden Frühjahr in die Blütenknospen und nicht in die Zweige schießen. „Nicht nur die senkrecht in die Höhe schießenden Wasserschosse müssen abgeschnitten werden. Auch die nach innen wachsenden Triebe, sowie Zweige, die zu dicht an andere wachsen“, erläuterte Dietrich, dass man beim Obstbaumschnitt auch ein gesundes Mittelmaß finden muss. „Denn schneidet man zu viel weg, treibt der Baum im nächsten Jahr umso mehr aus.“ Nach halbstündiger Schnittvorführung am

Apfelbaum lud Dietrich die Gäste an anderen Obstbäumen zum Ausprobieren des Erlernten ein. Hierfür hatte der Experte eigenes Werkzeug und Leitern mitgebracht. 

Text und Bilder von Holger Hackendahl